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13. Schwangerschaftswoche (SSW)


Das erste Trimenon (Drittel) der Schwangerschaft liegt hinter Ihnen und Ihrem Baby. Sie sind in der 13. angelangt. Jetzt kommt der schöne Teil Ihrer Babybauchzeit. Die anfänglichen Beschwerden liegen hinter Ihnen und der BauchSchwangerschaftswoche13. SSW ist noch klein genug, damit Sie aktiv sein können. Das zweite Trimenon ist die optimale Zeit für einen entspannenden Urlaub zu zweit, bevor das neue Baby Ihren Alltag auf den Kopf stellt. Auch innerlich können Sie sich in der 13. SSW nun ganz auf Ihr Baby einstellen, da das Risiko für eine Fehlgeburt drastisch sinkt. Positive Gefühle und Vorfreude sind für Ihr Kind sehr wichtig. Auch auf andere Weise können Sie ab dieser Schwangerschaftswoche mit dem Fötus kommunizieren. Sein Gehör reift mit jedem Tag und er hört die Geräusche, die Ihr Körper verursacht ebenso wie die Geräusche außerhalb. Bald wird er Ihre Stimme und die Ihres Partners kennen.

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Baby und Bauch wachsen

Ihre Schwangerschaft wird ab der 13. SSW immer greifbarer. Vielleicht werden Sie schon auf Ihren wachsenden Bauch angesprochen. Sie haben zwei bis drei Kilos zugenommen, wenn Ihnen in den letzten Wochen nicht zu übel gewesen ist. Bis zum Ende der 40 Wochen werden Sie theoretisch 12 Kilogramm mehr auf die Waage bringen als vorher. Das ist natürlich nur eine Durchschnittszahl. Je nach Ihrem Ausgangswert kann das auch mehr oder weniger an Gewicht sein. Ihr Frauenarzt wird Sie zu diesem Thema beraten.

Zusätzliche Diagnostik in der 13. SSW

Es gibt Situationen in einer Schwangerschaft, die mehr als die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen erfordern. Risikoschwangerschaften entstehen aufgrund von Familiengeschichten, in denen genetische Erkrankungen vorkommen, durch ein höheres Alter der Mutter oder Medikamenteneinnahmen. Auch eine vorangegangene Schwangerschaft, die problematisch verlaufen ist, macht die Folgeschwangerschaft risikoreich. Ihr Frauenarzt bietet Ihnen bei Bedarf zusätzliche Untersuchungen an, um abzuklären, ob bei Ihrem Kind eine genetische Erkrankung oder Fehlbildung vorliegt. Bis zur 13. SSW kann zu diesem Zweck eine Chorionzottenbiopsie eingesetzt werden. Dabei wird in lokaler Betäubung etwas Zellmaterial des Fötus entnommen und im Labor untersucht. Wenn Sie eine solche Untersuchung veranlassen, sollten Sie und Ihr Partner sich immer darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen Sie ziehen werden, wenn das Untersuchungsergebnis auffällig sein sollte. Das gilt für die Chorionzottenbiopsie ebenso wie für das Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung und Blutuntersuchung) und die in einer späteren Schwangerschaftswoche mögliche Fruchtwasserpunktion (Amniozentese).

Möchten Sie die genetische Diagnostik durchführen lassen, obwohl bei Ihnen kein erhöhtes Risiko vorliegt, müssen Sie die anfallenden Kosten selbst übernehmen.

Die 13. SSW, was bei Ihnen passiert

Die schönste Zeit Ihrer Schwangerschaft beginnt in der 13. SSW. Kaum Beschwerden und ein noch kleiner Bauch hindern Sie nicht an schönen Unternehmungen. Ihr Babybauch ist langsam auch nach außen hin zu sehen und wird von Ihrer Umwelt bemerkt. Ihre gewohnten Kleidungsstücke werden eng am Bauch. Vielleicht haben Sie sich auch schon etwas Schwangerschaftsmode angeschafft. Chic und bequem angezogen werden Sie Ihre Schwangerschaft noch mehr genießen.

Vormilch und Still-BHs

Stillen ist die beste Ernährung für ein Neugeborenes und Ihre Brüste bereiten sich bereits in der 13. SSW darauf vor. Sie wachsen und geben eventuell die erste Vormilch ab. Sie erscheint tropfenweise und ist gelblich gefärbt. Sie können bei Bedarf Stilleinlagen verwenden, um Ihre Kleidung zu schützen. Machen Sie sich keine Sorgen, falls bei Ihnen in dieser Schwangerschaftswoche noch keine Vormilch austritt. Es ist keine Bedingung für problemloses Stillen, schon früh Milchfluss zu haben.
13. Schwangerschaftswoche

Extra Kalorien für werdende Mütter

In der 13. SSW konzentriert sich der Fötus auf sein Wachstum. Er legt mit hoher Geschwindigkeit an Gewicht und Länge zu. Daher steigt auch Ihr Kalorienbedarf. Allerdings nur um 250 Kilokalorien am Tag. Das entspricht einem Wurstbrot. Nach der 20. Schwangerschaftswoche dürfen Sie sich noch ein weiteres Wurstbrot am Tag genehmigen, oder etwas Vergleichbares. 2200 bis 2500 kcal am Tag reichen, um Sie und das Baby zu versorgen und ein paar Reserven für die Geburt und das Stillen danach aufzubauen. So gewinnen Sie monatlich an circa 1,5 kg Körpergewicht dazu. Abhängig von Ihrem Ausgangsgewicht kann das natürlich auch mehr oder weniger sein. Wenn Sie Fragen haben, sind Ihre Hebamme und Ihr Frauenarzt immer für Sie da.

Die 13. SSW, wie sich Ihr Baby entwickelt

Ihr Kind ist in der 13. SSW schon 11 Wochen alt. Es hat eine Scheitel-Steiß-Länge von circa sechs Zentimetern und bringt circa 18 Gramm auf die Waage. Das Kopfwachstum verlangsamt sich, sodass sich die Proportionen wieder verändern. In dieser Schwangerschaftswoche oder etwas später hat sich das Innenohr so weit entwickelt, dass Ihr Kind hören kann. Durch die lauten Geräusche in Ihrem Bauch nimmt es sogar wahr, was sich in Ihrer Umgebung abspielt. Die Augenlider des Fötus sind noch geschlossen, aber die Netzhaut nimmt ihre Arbeit schon auf und Ihr Baby kann Licht von Dunkelheit unterscheiden. Die Stimmbänder entstehen ebenfalls zu dieser Zeit.

Knorpel und Knochen

Das Skelett des Fötus besteht zunächst aus weichem Knorpel und verknöchert nach und nach. In der 13. SSW ist der ganze Körper noch weich und nachgiebig. In der Fruchtblase ist er optimal vor Krafteinwirkungen geschützt. Zuerst verknöchern die langen Röhrenknochen vom Schaft her. Ultraschallbilder dieser Schwangerschaftswoche zeigen das Skelett der Arme und Beine, die Rippen und die Platten des Schädels.

Tipps

  • Das Gehör Ihres Babys funktioniert jetzt und lässt sich hervorragend zur Kontaktaufnahme verwenden. Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind und lassen Sie dies auch Ihren Partner und die großen Geschwister tun. Das Neugeborene ist so bereits mit den Stimmen der wichtigsten Menschen vertraut. Singen Sie zur Beruhigung oder spielen Sie dem Baby Ihre Lieblingsmusik vor. Das muß nicht zwingend Mozart sein. 

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