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14. Schwangerschaftswoche (SSW)


Ihr Körper hat sich in den letzten 13 Wochen verändert. Wenn Sie sich jetzt, in der 14. Schwangerschaftswoche, einmal genauer ansehen, wird es Ihnen auffallen. Ihre Silhouette ist14. SSW deutlich „schwangerer“ geworden. Ihr Brüste sind gewachsen, die Brustwarzen treten deutlicher hervor und sind dunkler pigmentiert. Langsam verstreicht Ihre Taille und meldet sich bis nach der Geburt nicht wieder. Haben Sie schon einen Babybauch? Wenn es nicht Ihre erste Schwangerschaft ist, wölbt sich der Bauch eventuell schon in der 14. SSW über dem wachsenden Uterus. Bei der ersten Schwangerschaft kann es länger dauern, bis sich eine Babykugel unter Ihrem T-Shirt abzeichnet. Achten Sie weiterhin darauf, sich gesund zu ernähren. Ihr Kind wächst mit hoher Geschwindigkeit und benötigt zum Aufbau neuen Gewebes besonders viel Eiweiß.

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Pränataldiagnostik in der 14. Schwangerschaftswoche

Wie Sie schon in den letzten Wochen erfahren haben, ist momentan der Zeitpunkt für die Nackenfaltenmessung. Diese Ultraschalluntersuchung wird mit Blutanalysen der Mutter kombiniert und als Ersttrimesterscreening bezeichnet. Bei der Nackenfaltenmessung sieht sich der Frauenarzt im Ultraschall den Fötus sehr genau an und vermisst die Falte im Nacken, die mehr oder weniger Flüssigkeit beinhalten kann. Ist die Nackenfalte besonders dick, kann dies ein Hinweis auf eine genetische Erkrankung wie eine Trisomie sein oder auch auf einen Herzfehler oder eine Skelettfehlbildung hindeuten. Besprechen Sie mit Ihrem Partner, ob Sie diese Screeninguntersuchung wirklich machen lassen möchten, was Sie sich davon versprechen und welche Konsequenzen Sie ziehen werden, wenn das Ergebnis auffällig sein sollte. Sie erhalten lediglich eine Risikoabschätzung und keine feststehende Diagnose. Weitere eingreifende Diagnostik wird eventuell nötig. Zunächst wird Ihr Frauenarzt Ihre Schwangerschaft weiter sorgfältig beobachten.

Die 14. SSW, was bei Ihnen passiert

Viele Mütter erinnern sich an das zweite Trimenon als den schönsten Teil ihrer Schwangerschaft. Der Bauch stört in der 14. SSW noch nicht, Sie fühlen sich viel besser als in den letzten Wochen und haben wieder Lust, etwas zu unternehmen. Diese Schwangerschaftswoche eröffnet ganz neue Facetten von positiven und negativen Gefühlen. Sie freuen sich auf Ihr Baby und schmieden Pläne, haben andererseits aber auch manchmal Angst vor der großen Verantwortung, die als Eltern auf Sie zukommt. Einige Schwangere können sich nicht so schnell mit den Veränderungen ihrer Figur anfreunden. Sie fühlen sich dick und unförmig und fragen sich, ob sie jemals ihr altes Aussehen zurückbekommen werden. Die beste Waffe gegen dieses Problem ist Sport. Besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, ob Sie voll einsatzfähig sind, und legen Sie los! Bewegung macht glücklich und versorgt Sie und Ihr Baby mit einer Extraportion Sauerstoff. Ihre Stimmung wird wesentlich ausgeglichener sein. Ein weiterer Vorteil an Sport ist die gute Vorbereitung des Körpers auf die Geburt. Frauen, die sich fit halten, haben meist eine leichtere Geburt als untrainierte Schwangere. Sehen Sie aber von Leistungssport ab. Sportarten mit hoher Sturz- und Verletzungsgefahr sind ebenfalls ungeeignet in der 14. SSW.

Die Gebärmutter macht sich auf den Weg

Ihr Uterus wächst, um dem Fötus mehr Platz zu verschaffen. Der Frauenarzt und die Hebamme können den oberen Rand Ihrer Gebärmutter in der 14. SSW bereits über den Bauch ertasten. Der sogenannte Fundusstand wird in Ihrem Mutterpass dokumentiert. Ihr Körper, die Plazenta und der Organismus Ihres Kindes setzen jetzt vermehrt Eiweiß in ihrem Stoffwechsel um. Eine Zufuhr von circa 60 Gramm pro Tag über Ihre Ernährung ist optimal. Proteinreiche Lebensmittel14. Schwangerschaftswoche sind zum Beispiel Nüsse, Hülsenfrüchte, Milch, Käse, Fleisch und Fisch.

„Unerwünschte Nebenwirkungen“
in der 14. SSW

Auch in dieser Schwangerschaftswoche ist es nicht nur wunderschön, schwanger zu sein. Ihr Körper kann immer wieder mit Symptomen zu kämpfen haben, die Sie nicht glücklich machen. Solange es Ihrem Baby gut geht, machen Sie sich keine Sorgen und bedenken Sie, dass jede Schwangerschaft vorübergeht und mit ihr auch die „unerwünschten Nebenwirkungen“.

Bereiten Sie sich vor auf:

  • eine verlegte Nasenatmung. Ihr Partner beschwert sich vielleicht vorsichtig, dass Sie plötzlich nachts schnarchen. Angeschwollene Schleimhäute aufgrund des erhöhten Blutvolumens sind daran schuld. Probieren Sie es mit Kochsalz-Nasenspray. Medikamentöses abschwellendes Nasenspray ist nicht gut für Ihr Baby.

  • Besenreiser und Krampfadern. Das erhöhte Blutvolumen plagt Sie nicht nur in der Nase. Stehen Sie zu lange, versackt das Blut in den Beinvenen und begünstigt Aussackungen der Blutgefäße. Machen Sie Gymnastik für die Beine und legen Sie die Füße regelmäßig hoch. Im Extremfall helfen Kompressionsstrümpfe.

  • eine Anfälligkeit für Infektionen. Die neue Hormonsituation in Ihrem Körper schwächt das Immunsystem. Harnwegsinfekte und Erkältungen sind rasch die Folge. Beugen Sie rechtzeitig vor, soweit es Ihnen möglich ist.

Die 14. SSW, wie sich Ihr Baby entwickelt


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Die Scheitel-Steiß-Länge Ihres Kindes beträgt in dieser Schwangerschaftswoche ungefähr 8 Zentimeter und es wiegt circa 45 Gramm. Auch wenn sich die Proportionen langsam denen eines Neugeborenen angleichen, ist der Kopf noch immer sehr groß im Vergleich zum winzigen Körper.

Der Fötus verändert sich täglich und bekommt in der 14. SSW die ersten Ansätze für Augenbrauen und Haare auf dem Kopf. Muskulatur und Knochen entwickeln sich weiter und machen das Baby schnell kräftiger. Das Gehirn und das periphere Nervensystem sind in dieser Schwangerschaftswoche aufgebaut und es entstehen täglich neue Nervenzellen. Je besser Nerven und Muskeln vernetzt werden, desto gerichteter gestalten sich die Bewegungen des Fötus.

Die inneren Organe in der 14. SSW

Die Plazenta versorgt weiterhin Ihr Baby und die inneren Organe des Fötus übernehmen ihre Funktionen für den kleinen Organismus. Die Nieren filtern bereits das Blut und produzieren Urin, der über die Blase ausgeschieden wird. Die Nieren lernen im Laufe der Schwangerschaft, den Harn zu konzentrieren. Ihr Baby kann in dieser Schwangerschaftswoche die Faktoren zur Blutgerinnung herstellen und selbstständig weiße Blutkörperchen produzieren.

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