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29. Schwangerschaftswoche (SSW)


29. SSWIm letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Hauptaufgabe Ihres Babys das Wachsen. Es hat noch knapp zwei Kilogramm Gewichtszunahme vor sich und wird noch einige Zentimeter zulegen, bis es ungefähr in der 40. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblickt.

Die erforderliche Energie für das Wachstum stellen Sie über Ihre Ernährung bereit. Ihr Speiseplan ist demnach weiterhin besonders wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes und Ihre eigene Gesundheit. Achten Sie auf den Gehalt an Kalorien und Nährstoffen, wenn Sie Lebensmittel einkaufen.

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Die 29. SSW, was bei Ihnen passiert

Im Allgemeinen versorgt der Organismus der Schwangeren immer zuerst den Fötus mit Kalorien und Nährstoffen und die Mutter bekommt das, was übrig bleibt. Mangelerscheinungen treten also zuerst bei Ihnen auf und um Ihren Fötus müssen Sie sich zunächst keine Sorgen machen. Es liegt in Ihrer Hand, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Reduzieren Sie ungesundes Fett und erhöhen Sie den Eiweißanteil Ihrer Lebensmittel. Besonders wichtige Vitamine und Mikronährstoffe sind in dieser Schwangerschaftswoche Vitamin C, Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalzium. All diese Stoffe kommen in natürlichen Lebensmitteln vor, oft aber nicht in einer ausreichenden Konzentration. Besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, ob es sinnvoll sein könnte, Nahrungsergänzungspräparate in Ihren Alltag zu integrieren. Treten bereits Mangelerscheinungen auf, wird Ihr Arzt Sie entsprechend behandeln und Ihre Ernährung zusätzlich mit Ihnen besprechen. Eventuell wird er Sie zu einer Ernährungsberatung überweisen.

Wenn die Beine in der 29. SSW kribbeln

Eine unangenehme Begleiterscheinung der Schwangerschaft kann in der 29. SSW das Restless-Legs-Syndrom sein. Wissenschaftler sehen Eisenmangel als eine Teilkomponente dieser Symptomatik an. Circa 25 Prozent der werdenden Mütter leiden in dieser Schwangerschaftswoche unter unruhigen, kribbelnden Beinen. Ein sehr unangenehmes Gefühl, das Ihnen schnell die Ruhe und Konzentration rauben kann. Das Syndrom tritt meist in Ruhephasen auf, wenn Sie sich endlich einmal hingesetzt haben oder abends im Bett liegen. Falls Ihnen das Gefühl unerträglich erscheint, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt. Er wird eine Blutentnahme veranlassen und Ihren Eisenwert überprüfen. Zu einer eventuellen Therapie wird er Sie ebenfalls fachkundig beraten. Erste Hilfe für zu Hause erreichen Sie durch kühlende Umschläge oder kalte Fußbäder, kombiniert mit Bewegung und dem Verzicht auf Koffein.

Wenn Sie der Ischias-Nerv plagt29. Schwangerschaftswoche

In der 29. SSW hat Ihr Körper eine starke Gewichtsbelastung durch die Schwangerschaft auszuhalten. Eine Auswirkung dieser neuen Kräfte ist ein ungesunder Druck auf den Ischias-Nerv, der starke Schmerzen auslösen kann. Die Schmerzen sind meist im unteren Rücken spürbar und ziehen über das Gesäß in das ganze Bein. Die meisten Beschwerden werden Sie im Sitzen und im Gehen haben. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme Übungen zeigen, die die Wirbelsäule entspannen und den Nerv entlasten.

Schwimmen und Yoga können Symptome des gereizten Ischias-Nerven ebenfalls beruhigen. Probieren Sie es zusätzlich mit Wärme in Form von Packungen um den unteren Rücken oder als Vollbad. Die Entspannung wird Ihrem gesamten Organismus guttun und auch Ihr Baby beruhigen.

Die 29. SSW, wie sich Ihr Baby entwickelt

Jede Schwangerschaftswoche lesen Sie bei uns, wie schwer und wie lang Ihr Kind mittlerweile geworden ist. Machen Sie sich keine Sorgen, falls die Daten Ihres Babys nicht ganz mit den Angaben hier übereinstimmen. In diesem Stadium der Schwangerschaft hat jeder Fötus sein ganz eigenes Tempo, was die Gewichtszunahme und das Längenwachstum angeht. Durchschnittlich wiegt ein ungeborenes Baby in der 29. SSW 1150 Gramm und misst 38 bis 39 Zentimeter. Von den Proportionen des Körpers her verändert sich nun bis zur Geburt nicht mehr viel. Wie groß Ihr Kind sein wird, wenn es auf die Welt kommt, lässt sich nur grob schätzen. Etwa 60 Prozent sind von Ihnen durch die Ernährung beeinflussbar. 40 Prozent sind erblich vorgegeben.

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Das Gehirn reift auf Hochtouren

Ihr Kind wächst natürlich nicht nur äußerlich, sondern auch die Organe reifen Stück für Stück. In der 29. SSW arbeitet besonders das kindliche Gehirn auf hohem Niveau. Sinneseindrücke werden verarbeitet und erste Interaktion zwischen Ihrem Baby und der Welt außerhalb Ihres Bauches findet statt. Das Immunsystem des Fötus reift und bereitet sich auf ein eigenständiges Leben nach der Geburt vor. In der Gebärmutter erhält Ihr Kind über die Plazenta wichtige Abwehrstoffe von Ihnen und die erste Muttermilch nach der Geburt, das Kolostrum, wird ebenfalls als eine Art „Schluckimpfung“ wirken.

Wo Ihrem Kind in der 29. SSW der Kopf steht

Viele Kinder drehen sich schon Wochen vor ihrer Geburt in die Schädellage. Das heißt, der Kopf liegt nach unten und der Po und die Beinchen haben viel Platz, um Sie unter dem Zwerchfell zu drücken und in die Rippen zu treten. 96 Prozent der Babys entscheiden sich bis zum großen Moment für diese Lage und kommen so komplikationsarm auf die Welt. Die restlichen vier Prozent bleiben lieber in der Beckenendlage sitzen oder liegen quer. Das wirkt sich auf den Geburtsmodus aus. Im Zweifelsfall und bei der ersten Entbindung wird oft ein Kaiserschnitt empfohlen. Einige Kliniken haben sich auf die Spontangeburt aus Beckenendlage spezialisiert. In der 29. Schwangerschaftswoche hat Ihr Baby aber noch alle Zeit der Welt, sich zu drehen. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Machen Sie sich also heute noch keine Gedanken über die richtige Lage zur Geburt.

Tipps

Haben Sie sich mit Ihrer Hebamme schon einmal in Ruhe über das Stillen unterhalten? Eine fachkundige Beratung kann Ihnen eventuelle Sorgen nehmen und Ihnen alle Informationen geben, die Sie für einen erfolgreichen Stillstart benötigen. Die meisten Frauen können, mit etwas Anleitung, problemlos ihr Neugeborenes stillen. Muttermilch ist ein wichtiger Baustein für die optimale Entwicklung Ihres Babys. Nehmen Sie diese Chance wahr, die Ihnen außerdem den Weg zu einer wundervollen Mutter-Kind-Beziehung ebnet.    

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