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6. Schwangerschaftswoche (SSW)


Eine neue Schwangerschaftswoche beginnt. Sie befinden sich bereits in der 6. SSW und Ihr Baby macht sich zunehmend bemerkbar. Die Überflutung des Körpers mit Schwangerschaftshormonen verursacht typische Symptome wie Morgenübelkeit oder auch Übelkeit zu jeder anderen Tageszeit. Solange Sie genügend Flüssigkeit und Kalorien bei sich behalten, besteht für Sie und Ihr Baby keine Gefahr. Im Fall einer Hyperemesis gravidarum (stark6. SSW ausgeprägte Schwangerschaftsübelkeit) wird Sie Ihr Frauenarzt jedoch in die Klinik einweisen und Sie erhalten eine ausgleichende Infusionstherapie. Weitere Schwangerschaftsbeschwerden wirken sich mehr auf Ihr Umfeld aus. Denn Hormone beeinflussen auch Ihre Stimmung. Unausgeglichenheit und Gereiztheit sind in der 6. SSW nicht ungewöhnlich. Geben Sie sich Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Auch wenn Ihr Baby ein absolutes Wunschkind ist, kann eine Schwangerschaft zunächst beängstigend sein. Denken Sie viel an das neue Leben in Ihrem Bauch und beziehen Sie Ihren Partner in Ihre Schwangerschaft ein. In wenigen Wochen werden Sie viel entspannter sein.

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Nahrungsergänzung durch Folsäure

Sobald ein Kinderwunsch bei einem Paar besteht, sollte die Frau mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Ein Mangel an diesem Mikronährstoff in den ersten Monaten der Schwangerschaft setzt das ungeborene Kind einem erhöhten Risiko aus, eine Spina bifida (einen offenen Rücken) zu entwickeln. Auch frühe Fehlgeburten treten bei Schwangeren mit einem zu niedrigen Folsäurespiegel eher auf. Ab dem vierten Monat der Schwangerschaft kann die Dosis von 0,8 mg pro Tag auf 0,4 mg reduziert werden. Entsprechende Produkte finden Sie in der Apotheke oder der Drogerie.

Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt

Falls Sie noch keinen Termin beim Frauenarzt hatten, ist es in dieser Schwangerschaftswoche eventuell so weit. Die Feststellung der Schwangerschaft wird mit der ersten Vorsorgeuntersuchung verbunden. Ihr Arzt wird Sie über alle empfohlenen Maßnahmen aufklären und Ihnen vielleicht auch schon Ihren Mutterpass aushändigen. Dieser Pass ist ab jetzt ein sehr wichtiges Dokument über den Verlauf Ihrer Schwangerschaft. Tragen Sie ihn am besten für Notfälle stets bei sich. Die Vorsorgeuntersuchungen erfolgen in der nächsten Zeit in Abständen von vier Wochen.

Die 6. SSW, was bei Ihnen passiert6. Schwangerschaftswoche

Ihr Körper versucht auch in dieser Schwangerschaftswoche, sich an den neuen Hormonansturm zu gewöhnen. Typische Beschwerden wie Erschöpfung und Übelkeitsgefühl werden Sie wahrscheinlich plagen. Einige Frauen haben das Glück, von diesen Symptomen verschont zu bleiben.

Schwangere die Mehrlinge erwarten, haben meist auch mit mehr Beschwerden zu kämpfen, da der Hormonspiegel des Beta-HCG in ihrem Blut höher ist. Dieses Hormon stoppt auch neue Eisprünge und hemmt die Menstruationsblutung. Beta-HCG ist das Hormon, das mit einem Schwangerschaftstest nachgewiesen wird.

Welche Hormone noch eine Rolle spielen

  • Das Gelbkörperhormon Progesteron sorgt für entspannte Muskeln, auch in der Gebärmutter. So gelingt das Wachstum von Uterus und Baby einfacher und für die werdende Mutter bleiben Dehnungsschmerzen auf einem ertragbaren Niveau.

  • Das bekannte weiblich Geschlechtshormon Östrogen spielt auch in der Schwangerschaft eine Rolle. Es stimuliert schon früh den Milchfluss in der Brust der Schwangeren. Erschrecken Sie also nicht, wenn Sie einige Tropfen Vormilch bei sich beobachten. Der Körper bereitet sich bereits auf das Stillen nach der Geburt vor.

  • Relaxin erhöht die Elastizität des Bindegewebes zum Schutz des wachsenden Babybauches und zur Erleichterung der natürlichen Geburt.

Die 6. SSW, wie sich Ihr Baby entwickelt

Ihr Baby ist in dieser Schwangerschaftswoche vier Wochen alt, da die ersten zwei Wochen nur rechnerisch notwendig sind. Der erste Tag der Schwangerschaft wird mit dem ersten Tag der letzten Menstruationsblutung gleichgesetzt, um eine ungefähre Bestimmung des Geburtstermines zu ermöglichen. Das Baby entsteht aber erst zwei Wochen später, nach dem Eisprung und mit der Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle. In der 6. SSW misst der Embryo circa vier Millimeter in der Länge und sieht wie ein kleiner Wurm aus. Im Ultraschall ist in jeder neuen Schwangerschaftswoche mehr zu erkennen. Wenn Sie Glück haben, erkennen Sie bereits das Pulsieren in der Nabelschnur, die vom Embryo zur Plazenta führt.

Der Embryo selbst macht in der 6. SSW weiterhin große Veränderungen durch. Der früh entwickelte Kopf ist im Verhältnis zum Rest des Körpers sehr groß. Auch bei einem Neugeborenen und einem Säugling ist dies noch der Fall. Erst später gleicht sich dieser Unterschied aus. In dieser Woche bildet sich als Vorläufer der späteren Wirbelsäule der Rückenstrang. Er verläuft vom Hinterkopf bis zum Ansatz der Beine und endet in der 6. SSW in einer Art Schwanz, der sich in einem späteren Stadium der Entwicklung wieder zurückbilden wird. Der Schwanz ist aus der Evolution der Säugetiere übrig geblieben. Ihr Kind hat bereits Anlagen für sein Gehirn, seine Augen und seine Ohren. Es entwickelt sich in einem rasanten Tempo weiter und sieht von Woche zu Woche mehr wie ein kleiner Mensch aus.

Tipps

  • Übelkeit ist ein häufiger lästiger Begleiter in der Frühschwangerschaft. Es hilft, immer einen kleinen gesunden Snack bereitzuhaben. Legen Sie sich auch für morgens vor dem Aufstehen schon etwas auf den Nachttisch. Ginger Ale oder sprudelndes Mineralwasser mit Zitrone hilft ebenfalls. Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut und welche Lebensmittel Sie momentan gar nicht vertragen.

  • Eine ausgewogene gesunde Ernährung hilft Ihnen, sich selbst und Ihr Kind optimal zu versorgen. Leere Kalorien aus Süßigkeiten und Fast Food verstärken Übelkeit und Verstopfung eher noch. Eine Schwangerschaft ist auch in der 6. SSW schon anstrengend für den Körper der Mutter. Vergessen Sie nicht, dass Ihr Baby wahrscheinlich erst in 34 Wochen geboren wird. Bis dorthin ist es noch ein langer Weg und Sie werden alle Kraft brauchen, die Sie bekommen können. Fangen Sie also gleich in dieser Schwangerschaftswoche an, sich gut zu ernähren. 

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