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9. Schwangerschaftswoche (SSW)


Ihr Baby und Sie haben schon ein gutes Stück der langen 10 Monate hinter sich. Jetzt, in der neunten Schwangerschaftswoche, 9. SSWfängt der dritte Monat Ihrer Schwangerschaft an. Ihr Kind verfügt mittlerweile über alle inneren Organe, die in den nächsten Wochen und Monaten noch in ihrer Funktion reifen und an Größe zunehmen müssen. Die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) Ihres Babys beträgt in der 9. SSW circa 2 Zentimeter. Ein Teil der Paare erlebt in dieser Schwangerschaftswoche eventuell eine Überraschung. Auf dem Ultraschallmonitor könnten Zwillinge oder sogar Drillinge auftauchen. Es ist möglich, dass sich eine Fruchtblase am Anfang hinter der anderen versteckt und der Frauenarzt zunächst von einer Einlingsschwangerschaft ausgeht. In der 9. SSW wird langsam deutlich, wie viele Eizellen sich erfolgreich eingenistet und weiterentwickelt haben.

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Die erste große Vorsorgeuntersuchung

Ab dieser Schwangerschaftswoche bis zur 12. SSW liegt der Zeitraum, für den die nächste Vorsorgeuntersuchung empfohlen ist. Dieses Mal wird sie um ein Ultraschall-Screening ergänzt. Wie bei jeder Untersuchung macht sich Ihr Frauenarzt ein umfassendes Bild von Ihrem Zustand und von der Situation Ihres ungeborenen Kindes. In der Praxis werden Ihr Gewicht und Ihr Blutdruck gemessen. Sie geben eine Urinprobe ab, um zu überprüfen ob Ihr Harn Zucker, Eiweiß oder Keime enthält. Mit einem kleinen Pieks in den Finger wird direkt der Hämoglobinwert in Ihrem Blut überprüft. Ist er zu niedrig, weist dies auf einen Eisenmangel hin. Anschließend wird Ihr Frauenarzt Sie körperlich untersuchen. Er tastet durch die Bauchdecke nach der Größe der Gebärmutter und kontrolliert gegebenenfalls Ihren Muttermund. Sie haben die Gelegenheit, alle Fragen zu stellen, die Ihnen seit der letzten Untersuchung im Bezug auf Ihre Schwangerschaft in den Sinn gekommen sind.

Was beim Ultraschall geschieht

Besonders spannend ist in dieser Schwangerschaftswoche natürlich die Ultraschallkontrolle. Nehmen Sie Ihren Partner mit zu Ihrem Termin, damit auch er die Möglichkeit bekommt, sein Kind in Bewegung zu erleben. Der Frauenarzt kann mit dem Blick in Ihren Bauch Ihr Baby vermessen. Die Länge vom Scheitel bis zum Po (Scheitel-Steiß-Länge) eignet sich besonders gut zum Vergleich mit Normwerten. Die Streuung ist groß und die meisten Babys durchlaufen ein völlig unauffälliges Wachstum. Mit der SSL kann der Frauenarzt das Alter des Kindes bestimmen und bei Bedarf den Geburtstermin neu berechnen. Nicht jede Frau hat einen regelmäßigen Zyklus. Machen Sie sich keine Sorgen, falls bei dem Termin Ihres Babys eine Korrektur notwendig sein sollte. Der Ultraschall offenbart, wie das Baby in der Gebärmutter liegt, zeigt seine Bewegungen und seine Herzaktivität. Der Stand der Entwicklung der verschiedenen Organe, des Gehirns und der Extremitäten wird ebenfalls sichtbar gemacht.

Die 9. SSW, was bei Ihnen passiert

Die 9. SSW, oder der dritte Monat, bringt langsam Stabilität in Ihre Schwangerschaft. Sie sind nicht mehr so erschöpft und die Übelkeit lässt bei vielen Schwangeren nach. Ihr Körper hat allerdings neue Beschwerden auf Lager. Ihr Geruchssinn wird geschärft, was bei schlechten Gerüchen nicht gerade angenehm ist. Sodbrennen und Verstopfung beschäftigen Sie eventuell. Ihr Geschmack verändert sich und Sie mögen auf einmal Lebensmittel, die vorher gar nicht Ihr Fall waren. Die Schwangerschaftshormone machen auch vor Ihren Haaren nicht Halt. Entweder Sie werden mit einer dicken, glänzenden Haarpracht gesegnet, oder Sie haben um die Zeit der 9. SSW mit schwangerschaftsbedingtem Haarausfall zu kämpfen. Keine Sorge, der Haarausfall besteht meist nur über wenige Wochen. Der Zustand von Kopfhaut und Haaren normalisiert sich spätestens nach dem Ende der Stillzeit wieder.

Die 9. SSW, wie sich Ihr Baby entwickelt

9. Schwangerschaftswoche In dieser Schwangerschaftswoche ist Ihr Baby sieben Wochen alt. Es ist seine letzte Woche als Embryo und es hat eine Länge (SSL) von circa 2 Zentimetern. Ihr Baby strampelt mit den Beinen und bewegt seine Arme. Die Organe sind funktionsfähig und nehmen ihre Arbeit auf. Bis zum Ende der Schwangerschaft erfolgen noch viele Reifungs- und Wachstumsprozesse, aber die Grundlagen sind in der 9. SSW bereits vorhanden. Das Gehirn wird von den Schädelknochen bedeckt, die aber noch klaffende Nähte besitzen. Sie müssen flexibel bleiben, damit das Gehirn in seinem Wachstum nicht eingeschränkt wird.

Unter der Geburt bleiben die einzelnen Platten zueinander verschieblich, um den Kopf des Kindes unverletzt durch den Geburtskanal zu leiten. Die Schädelnähte verknöchern erst um den zweiten Geburtstag Ihres Kindes herum vollständig. Solange besitzt Ihr Baby mehrere sogenannte Fontanellen. Über diesen Stellen wird das Gehirn noch nicht von Knochen geschützt und ist besonders empfindlich.

Das Gehirn spinnt sein Netzwerk

Das zentrale Nervensystem eines Menschen kommuniziert mit dem peripheren Teil und ermöglicht so Bewegung und Gefühle. In der 9. SSW wird die Vernetzung der Nerven- und Muskelzellen intensiviert. Das Gehirn differenziert sich in seine unterschiedlichen Teile. Jeder Teil hat seine eigene Aufgabe, wie zum Beispiel Hören, Sehen, Sprechen oder Fühlen. In dieser Entwicklungsphase sind die Nervenzellen sensibel und können durch Medikamente oder Alkohol stark beeinträchtigt werden. Die Zeit des „Alles oder Nichts“-Gesetzes ist vorüber. Wird der Embryo in dieser Schwangerschaftswoche geschädigt, behält er eventuell einen Schaden zurück, der erst in der Entwicklung des Kindes nach der Geburt genauer definiert werden kann.

Tipps

  • Scheuen Sie sich nie, bei Unsicherheit Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt zu halten. Ihre Gesundheit und das Leben Ihres Babys ist zu kostbar. Behandeln Sie Beschwerden nicht eigenmächtig, selbst wenn sie Ihnen unwichtig vorkommen. Auch frei verkäufliche Medikamente können Ihrem Kind schaden. Es gibt Mittel aus der Naturheilkunde, die in der Schwangerschaft eingesetzt werden können. Andere lösen eventuell vorzeitige Wehen aus oder reichern sich im Fruchtwasser an. Besprechen Sie die Anwendung von Tees und Globuli vorab mit Ihrem medizinischen Team.

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